Bremst die Angst vor der Digitalisierung kleine und mittelständische Unternehmen?

15. Juni 2021 4 Min Lesen

Über ein Jahr mussten Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) im Angesicht der Coronakrise mit dauerhaften Schließungen leben oder sich zwischen Click & Collect- und Meet & Collect eine kleine Nische zur Überbrückung der schmerzhaften Lockdown-Maßnahmen suchen. Allerdings ist eine Grundvoraussetzung für derartige Serviceangebote eine Internetpräsenz sowie die Nutzung sozialer Medien zur Kommunikation. Wo kein Click, da kein Collect!

 

Mit der langsamen Rückkehr der Normalität wird allerdings klar, dass längst nicht alle für den zwingend notwendigen Schritt in die Digitalisierung gewappnet waren – oder sind. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Gelbe Seiten ergeben, für die rund 300 Unternehmen und tausende Verbraucher zu ihrem jeweiligen Nutzungsverhalten befragt wurden. Obwohl 73 der Befragten angaben, Social Media zu nutzen - mehr als die Hälfte von ihnen auch, um sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren - nutzt derzeit offenbar nur jedes dritte Klein- und mittelständische Unternehmen Plattformen wie Facebook, Youtube oder Instagram, um mit seinen Kunden in Kontakt zu treten. Und das, obwohl sich knapp zwei Drittel der KMU insbesondere während der Pandemie vom Nutzen sozialer Medien überzeugt zeigen und knapp 50 Prozent über deutlich oder zumindest etwas geringere Umsätze während der Corona-Krise klagen.

 

Alarmierende Zahlen

Die dafür angegebenen Gründe sind vielfältig: Rund 71 Prozent der Befragten halten andere Werbeformate für ausreichend, 58 Prozent erkennen den Nutzen nicht, 41 Prozent geben fehlende Kapazitäten an und immerhin einem Drittel fehlt das nötige Wissen, um sich in Social Media zu präsentieren. Alarmierend: Nur zehn Prozent der befragten Unternehmen führte Click & Collect ein, einen eigenen Webshop installierte sogar nur ein mageres Prozent. Am schlimmsten: Kaum eines der diesbezüglich inaktiven Unternehmen hat vor, das in Zukunft zu ändern. Dass rund ein Drittel der Befragten aktuell tatsächlich über überhaupt keine  Internetpräsenz verfügt, verwundert daran anknüpfend kaum noch.

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Quelle: Gelbe Seiten / Forsa - Repräsentative Umfrage 05/2021, Grafik: Gelbe Seiten

Dirk Schulte, Geschäftsführer der beauftragenden Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft: „Unternehmen müssen sich bewusster werden, dass digitale Kanäle zunehmend von Kunden genutzt werden, um dort gezielt nach den passenden Dienstleistungen oder Produkten zu suchen und auch online zu erwerben. Umso wichtiger ist es für KMU, besser heute als morgen die Zeichen der Zeit zu erkennen und in diese digitalen Kanäle zu investieren."

 

Professionelle Unterstützung

Hier knüpfen zahlreiche Dienste an, die Unternehmen mit einfachen Baukasten-Systemen auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen. Den wer die Sozialen Medien als Multiplikator nutzen möchte, der sollte zumindest auch über eine eigene Webseite oder einen Onlineshop verfügen, zu dem interessierte Nutzer weitergeleitet werden können. Anbieter wie bindannmalweb.de versprechen sogar, das Problem bei der Wurzel zu packen, indem man die Kunden für jeden einzelnen Digitalisierungsschritt an die Hand nimmt. 

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Quelle: Adobe Stock

Geschäftsführer Xaver Söllner: „Insbesondere dann, wenn zu hohe Kosten oder mangelndes Know-How als Gründe für die Internet-Absenz ins Feld geführt werden, haben wir mit unterschiedlich bepreisten Paketen eine Antwort parat. Zumal wir auch über die Expertise verfügen, potenzielle Kunden durch jeden einzelnen Digitalisierungsschritt zu führen und so wirklich jedem die Angst vor dem Schritt ins Neuland nehmen können.“

„Insbesondere dann, wenn zu hohe Kosten oder mangelndes Know-How als Gründe für die Internet-Absenz ins Feld geführt werden, haben wir mit unterschiedlich bepreisten Paketen eine Antwort parat. Zumal wir auch über die Expertise verfügen, potenzielle Kunden durch jeden einzelnen Digitalisierungsschritt zu führen und so wirklich jedem die Angst vor dem Schritt in Neuland nehmen können.“
Xaver Söllner, Geschäftsführer bindannmalweb.de

„Für eine zeitgemäße und zielführende Ansprache bestehender und neuer Kunden ist die professionelle Einbindung sozialer Kanäle in die Unternehmensstrategie unerlässlich“, findet auch Schulte. „Auch Verbraucher fordern die Präsenz von Unternehmen auf Facebook und Co. ein. Um attraktiv zu bleiben, sollten Unternehmen diese Relevanz schnell erkennen und bereit sein, sich unkomplizierte und kompetente Unterstützung an die Seite zu holen."

Christopher Büchele
Redakteuer