Ichbingedasmalweg: Filmfest-Feeling im Wohnzimmer

9. Februar 2022 3 Min Lesen

Wenn am 10. Februar in Berlin der Startschuss zum ersten großen A-Filmfestival des Jahres fällt, dann leider immer noch unter Ausschluss zumindest eines Teiles der Öffentlichkeit. Denn Pandemiebedingt sind die Auflagen immer noch streng, die ohnehin sehr begehrten Tickets noch ein wenig rarer geworden. Zum Glück gibt es rund um die 72. Berlinale nicht nur Kulturfernsehen, sondern auch unseren kleinen Blog, der Ihnen rund um das Festival Highlights früherer Jahre vorstellt und auch noch weiß, wo diese ganz umsonst zu sehen sind. Film ab…

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CHRISTIANE F. – WIR KINDER VOM BAHNHOFZOO

FÜR WEN: Für alle, denen die Serienadaption zu zeitgeistig gewesen ist.

WER: Uli Edel als Regisseur, Natja Brunkhorst und David Bowie.

WAS: Die Aufsehen erregende Verfilmung des umstrittenen Sachbuchbestsellers, in der die Drogenkarriere der Titelheldin nachgezeichnet wird, schlug auf der Berlinale 1981 ein wie eine Bombe.

WARUM: Weil der Stoff an Aktualität wenig eingebüßt hat – genauso wenig wie die Songs von David Bowie.

WO: 09.02.2022 // 20:15 Uhr // arte

 

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SYSTEMSPRENGER

FÜR WEN: Angehende Sozialpädagogen und jeden, der sich für junges deutsches Kino interessiert.

WER: Regisseurin Nora Fingerscheidt, Albrecht Schuch und Shooting-Star Helena Zengel.

WAS: Das unglaubliche Psychogramm einer Schwererziehbaren und der Umstände, die sie zu dem haben werden lassen, was sie ist.

WARUM: Weil der Film nicht nur das deutsche Publikum auf der Berlinale 2019 begeistern, sondern auch acht deutsche Filmpreise einheimsen konnte. Und Fingerscheidt sowie Zengel zu gefragten Namen in Hollywood werden ließ.

WO: 10.02.2022 // 21:00 Uhr // 3Sat

 

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3 TAGE IN QUIBERON

FÜR WEN: Romy-Schneider-Fans und Schwarz-Weiß-Ästheten.

WER: Emily Atef (Regie) und Marie Bäumer, Robert Gwisdek sowie Charlie Hübner in den Hauptrollen.

WAS: Die Annäherung an die deutsche Diva des internationalen Films in ihrer schwierigsten Lebensphase, brillant gespielt, eindrucksvoll fotografiert und voller Dialoge, die sitzen.

WARUM: Weil der Film 2018 nicht nur auf der Berlinale für Furore sorgte, sondern im Anschluss auch sieben Deutsche Filmpreise abräumen konnte.

WO: 14.02.2022 // 00:55 Uhr // arte

 

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WILDE MAUS

FÜR WEN: Fans des österreichischen Kabarettisten Josef Hader und seiner legendären „Brenner“-Krimis.

WER: Regisseur und Hauptdarsteller Josef Hader und sein großartiges Gegenüber Georg Friedrich.

WAS: Die bitterböse und melancholische Geschichte vom langsamen Abstieg eines Musikkritikers, den es erst auf den Prater und schließlich in die Selbstmitleidshölle zieht.

WARUM: Weil keiner so schön leidet wie Josef Hader, bei dem diesmal sämtliche kreativen Fäden (Regie, Hauptrolle, Drehbuch) zusammenlaufen dürfen.

WO: 13.02.2022 // 21:45 Uhr // 3Sat

 

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SYNONYMES

FÜR WEN: Für alle, die junges europäisches Kino – und vielleicht noch Paris – lieben.

WER: Regisseur Nadav Lapid und Hauptdarsteller Tom Mercier in seinem Filmdebüt.

WAS: Die Geschichte eines jungen Israelis, der nach Paris kommt, um Franzose zu werden und seine Vergangenheit abzustreifen ist gleichzeitig eine Geschichte von Herkunft, Entwurzelung und Migration.

WARUM: Weil das Spiel des Debütanten Mercier mehr als sehenswert ist und der Film zu Recht den Goldenen Bären auf der Berlinale 2019 abräumen konnte.

WO: 16.02.2022 // 22:50 Uhr // arte

 

Bilder: 3Sat, arte

Christopher Büchele
Redakteur