Start the Fck Up (ZDFneo)

6. Dezember 2021 3 Min Lesen

Ich binge das mal weg - Start the Fck Up (ZDFneo)

 

Wer hat behauptet, klassische Workplace-Komödien funktionieren nur im klassischen Workplace? Längst sind wir in einer Welt von Homeoffices, flexiblen Arbeitsplätzen und Coworking Spaces angekommen. Und die neue ZDFneo-Comedy „Start the Fck Up“ hat das erkannt, um uns ein nur manchmal albernes, oft aber einfach nur lustiges Speed Date mit der Zukunft der Arbeit (und des Onlinegeschäfts) zu servieren.

 

Denn die Grundidee hinter der achtteiligen Serie kreist um genau das: Eine Grundidee. Die hat die junge Jana, als sie eine Social Media Plattform entwickelt, die ohne Likes und Fakes auskommen soll und sich der Wahrheit verschrieben hat. Kurz: Throothr. Jeder soll hier sein wahres Ich zeigen können. Und wie so oft bei guten Start-Up-Ideen sind auch erste Investoren und der große Hype nicht mehr weit. Janas Problem: Auch ihre Partner – ausgerechnet ihr Freund und ihre beste Freundin – zeigen ihr wahres Gesicht und drängen sie aus der Firma, um mit dem Nutzerdatengeschäft Millionen zu verdienen. Plötzlich steht Jana auf der Straße. Und „Start the Fck Up“ ist da noch nicht einmal fünf Minuten alt.

 

Ihre (Not-) Lösung: „The Next“. Ein Coworking Space, in dem „aus Schnaps-Ideen DAX-Ideen“ werden sollen und in dem hoffnungsvolle Jungunternehmer zwischen „First Year – First Idea“ und dem „Superior Business Team Smart Royale“-Paket wählen können. Jana fängt ganz unten an. Und muss sich nicht nur mit einer illustren Schar mehr oder weniger schräger Coworker herumschlagen, sondern sich auch in Kreativitätskursen wie „No Fears, Just Ideas“ beweisen. Immerhin: Schon bald kommt ihr die Idee zu einer virtuellen Ansprechpartnerin. Das blöde ist nur: Die Idee stammt eigentlich von ihrem Coworker Kenny. Zunächst beschließt Jana, es trotzdem so zu machen wie ihr(e) Expartner. Aber schon bald lässt sich ihr Projekt nicht mehr verheimlichen und sie startet mit Kenny gemeinsam durch. Das Ziel: Eine Pitching-Show im „Höhle der Löwen“-Stil, an deren Ende der ganz große Erfolg winken soll.

 

Bis es so weit ist, macht „Start the Fck Up“ ziemlich viel richtig wenn es darum geht, sich über die Höhen und (viel öfter) Niederungen der Start-Up-Szene lustig zu machen. Inklusive schräger Gründerideen, noch schrägerer Gründertypen und jeder Menge unnötiger Anglizismen. Von der eigenen (Online-) Geschäftsgründung abhalten sollte das trotzdem niemanden. Im Gegenteil: Hinter jedem zweiten Kalauer und visuellen Gag verbergen sich kleine Wahrheiten rund um das, was Business 2.0-Welten heute auszeichnet. Und die zu kennen schadet wirklich niemandem. Auch wenn es für die ZDFneo-Sitcom noch ein Stück des Weges ist, bis die Größe von Vorbildern wie „The Office“ oder „The IT Crowd“ erreicht wird…

 

Start The Fck Up ist komplett in der ZDF Mediathek abrufbar.

Christopher Büchele
Redakteur